Benjmain Dam am Slovakia-Ring – bei 53° Asphalt-Temperatur ging es heiß her!

Das 6. Rennwochenende der Formel-Renault 2.0 stand am Wochenende an. Temperaturen von 33° Luft- und 54° Streckentemperaturen setzten den Reifen sehr zu.

Trotzdem entschieden wir uns für das 1. Qualifying dafür, einen gebrauchten SuperSoft-Reifen zu fahren. Das war ein Risiko, aber das Team hatte vollstes Vertrauen in den Fahrer, dass er dies umsetzen kann.

Q1 begann, Benjamin ging gleich in seiner ersten fliegenden Runde auf Zeitenjagt. Aber da wir am Freitag große Balance Probleme hatten, war das Vertrauen in seinen Formel Renault noch nicht zu 100 % da. Die 2. schnelle Runde war um einiges besser, leider lief er in dieser Runde an einer ungünstigen Stelle auf seinen Teamkollegen auf und verlor so wertvolle 4 Zehntel. Benjamin versuchte daher noch eine 3. Runde zu fahren, aber da spielten die weichen SuperSoft-Reifen nicht mehr mit.

Da unser Konkurrent Alexander Geier zu diesem Zeitpunkt schon bis auf 2 Zentel an Benjamins Zeit dran war und gerade noch einen Versuch startete, starten alle gespannt auf den Zeiten-Monitor – doch im zweiten Sektor war klar: Das ist die Pole für Benjamin!

Ein großes Danke an dieser Stelle noch an das Team Hoffmann Racing. Der Fahrer hatte am Freitag keine Erklärung, warum das Auto nicht das machte, was er wollte. Der Teamchef überlegte nicht lange und nahm das Auto am Freitag-Abend noch lange unter die Lupe.
Roman, Max, Erwin und Ing. Christian fanden schließlich auch das Problem, warum der rechte Vorderreifen beim Anbremsen immer stehen blieb. Das Setup wurde geändert und ab diesem Zeitpunkt lief es hervorragend für den Piloten – wieder eine Top-Team-Leistung!

Im Rennen konnten wir einen sehr engen Start von Alexander und Benjamin beobachten – die beiden Jungs waren auf der Geraden gleichauf, mit über 200 Sachen ging es auf die erste Kurve zu. Keiner der beiden Piloten wollte als Erster bremsen, doch irgendwann warf Dam den Anker und bekam gerade noch so die Kurve. Geier bremste noch einige Meter später, aber das ging sich nicht mehr aus – er fand sich im Kiesbett wieder. Er konnte sein Rennen zwar fortsetzen, aber Benjamin fuhr fehlerfrei zum Sieg!

Im Q2 am nächsten Tag gab es große Bedenken des Teams, ob unsere weichen Reifen ein zweites Qualifying bzw. schnelle Rundenzeiten überhaupt noch zulassen würden. Eigentlich glaubte keiner so richtig an die Pole-Position mit diesen fragwürdigen Reifen. Aber der Pilot zirkelte die alten schwarzen Dinger um den Kurs und fuhr eine unglaubliche Zeit von 2:03,265! Der Zweitplatzierte kam mit einer Zeit von 2:04,839 ins Ziel. Eine absolut fehlerfrei Runde von Benjamin sicherte ihm die Polo – denn die Strecke wurde bei jeder Ausfahrt rutschiger.

Beim Sonntags-Rennen ließ der Absdorfer seinen Konkurrenten keine Chance: nach einem perfekten Start kontrollierte er das Rennen bis zum Ende. Er überquerte die Ziellinie mit einem Vorsprung von 5,9 Sekunden auf Alexander Geier. Den 3. Platz belegte Alexander Talkanitsa.

Wie immer gilt unser Dank auch an unsere großzügigen Sponsoren – ohne sie wären all diese schönen Momente in der Rennfahrer-Karriere des jungen Niederösterreichers nicht möglich!

Für Benjamin geht es am 17.09.2021 auf den Salzburg-Ring weiter.

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